Sorgen und Ängste beispielsweise können Ihr Immunsystem stören. So wurde inzwischen nachgewiesen, dass seelischer Stress die Produktion von bestimmten Botenstoffen und damit die Produktion von Antikörpern, die für die Histaminausschüttung und damit für bestimmte Allergien verantwortlich ist, anregt. Übertriebene Ängste, negative Erwartungshaltungen (Pessimismus), Gefühle der Hilflosigkeit, Zeitdruck oder ungelöste Konflikte sind Faktoren seelischen Stresses. Die Furcht vor allergischen Symptomen kann so stark sein, dass schon die Radiomeldung "Morgen ist mit verstärktem Pollenflug zu rechnen" eine Heuschupfenattacke auslöst.
Doch genauso können Sie die Allergiebereitschaft mit positiven Gedanken senken. Optimismus verstärkt die Produktion des Botenstoffs Gamma-Interferon, der die Histaminausschüttung hemmt. Festes Vertrauen in die eigene Stärke und positive Erwartungshaltung (Optimismus), das Bewusstsein, dass die Allergene völlig ungiftig sind (nur der Körper reagiert überzogen) und ein gelassenerer Umgang mit den Allergiesymptomen helfen dem Immunsystem, wieder „ins Gleichgewicht“ zu kommen.
Ihr Immunsystem hat die allergischen Reaktionen gelernt, und es kann sie auch wieder "verlernen". Das Wissen um eine angemessene, also nicht allergische Reaktion, ist immer noch vorhanden - diese Ressource gilt es zu nutzen. Oder Sie finden einen Kontext, in dem die allergische Reaktion vielleicht sogar angemessen war. Damit ist auch sie eine Ressource! Im Rahmen einer psychologischen Beratung oder einer psychotherapeutischen Behandlung lernen Sie Ihre eigenen, persönlichen Strategien dafür.
Wenn Sie selbst von allergischen Reaktionen betroffen sind und neue Wege suchen, damit umzugehen, dann rufen Sie mich an oder schreiben mir eine Mail.
Wichtig ist, daß Sie bei Ihrem Hausarzt abklären lassen, daß keine anderen Krankheiten vorliegen und die Beschwerden allergischer Natur sind. Auch klärt er sie über die schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten auf.